Berühmtes Naturdenkmal 'Teufelstisch' nah der Felsenland-Jugendherberg Dahn

Die Pfalz – eine geschichtsträchtige Region voller Attraktionen

Berühmtes Naturdenkmal 'Teufelstisch' nah der Felsenland-Jugendherberg Dahn

Das vielseitige Bundesland Rheinland-Pfalz trägt in seinem Namen die Bezeichnung einer Region, die schon die Kelten vor 3.000 Jahren schätzten. Die Pfalz ist seit jeher eine fruchtbare Gegend mit mildem Klima – sogar Mandelbäume, Palmen und winterharte Kakteen wachsen hier entlang der Deutschen Weinstraße unter freiem Himmel. Was die schöne Pfalz alles zu bieten hat und welche Jugendherbergen die besten Ausgangspunkte für Ihre Reise in die „deutsche Toskana“ darstellen, lesen Sie hier.

Auf den Spuren der Kelten am höchsten Berg der Pfalz

Keltendorf in Steinbach © Donnersberg-Touristik-Verband

Keltendorf in Steinbach © Donnersberg-Touristik-Verband

In der jüngeren vorrömischen Eisenzeit siedelten die Kelten in der Pfalz, die im Westen an das Saarland, im Osten an den Rhein, im Norden an den Hunsrück und im Süden an die heute französischen Landschaften Elsass und Lothringen grenzt. Auf dem Donnersberg in der Urlaubsregion Pfälzer Bergland, der höchsten Erhebung der gesamten Pfalz, steht mit dem Keltenwall eine der bedeutendsten keltischen Wallanlangen Deutschlands. Weniger als 15 Autominuten von dem bewaldeten Hochplateau entfernt, liegt das Keltendorf in Steinbach. Dort wird Geschichte für alle Altersgruppen lebendig. Seit 2004 hat das einzigartige Freilichtmuseum seine Tore geöffnet und vermittelt anschaulich Wissen über das Leben der Kelten. Ihre Handwerkstechniken können die Besucher während Führungen und speziell buchbarer Programme selbst ausprobieren. Vom Bogenschießen mit Pfeilbau über das Herstellen von Seife und Gießen von Münzen bis hin zum Arbeiten mit Kupfer und Ton sowie der Verarbeitung von frischen Kräutern reicht das vielfältige Angebot. Das Keltendorf befindet sich direkt neben der Keltendorf-Jugendherberge in Steinbach und ist nach der Wintersaison ab März 2019 wieder geöffnet.

Entlang der deutschen Weinstraße zum Kurpfalz-Park

Burg-Jugendherberge Altleiningen in der Pfalz

Burg-Jugendherberge Altleiningen in der Pfalz

Mit keinem anderen Getränk ist die Pfalz so eng verbunden wie mit dem Wein. Es wundert deshalb nicht, dass die deutsche Weinstraße über 85 Kilometer direkt durch diese liebliche Landschaft führt: Vom Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze geht es nach Norden bis Bockenheim. Das milde Klima erinnert an Italien – wer die Pfalz mit offenen Augen erkundet, findet hier in der „deutschen Toskana“ sogar Bananen, Zypressen, Feigen und Mandelbäume. Doch die Attraktionen reichen weit über die Weinreben hinaus. Im Leiningerland am nördlichen Ende der Weinstraße befindet sich mit der Burg-Jugendherberge in Altleiningen der perfekte Ausgangspunkt, um die Pfalz zu entdecken. Weniger als 30 Kilometer trennen die Jugendherberge und den Kurpfalz-Park in Wachenheim. Auf dem großzügigen Gelände vereinen sich Freizeit- und Wildpark. Neben einem 7.000 Quadratkilometer großen Wolfsgehege warten ein Waldlehrpfad und die Freiflugshow auf die Besucher. Auch Spaß und Action kommen in der Natur nicht zu kurz: Große Rutschen, ein riesiges Abenteuerland zum Toben, Sommerrodelbahnen, das große Kettenkarussell und ein Puppentheater für die Kleinsten runden das Angebot ab. Und wenn die Kinder danach noch voller Energie sind, lädt das öffentliche Freibad im Burggraben der Jugendherberge Altleiningen zum Schwimmen und Planschen ein.

Rotsteig-Flitzer im Kurpfalz-Park Wachenheim

Rotsteig-Flitzer im Kurpfalz-Park Wachenheim

Einmal Burgfräulein und Ritter sein

Jugendherberge Burg Lichtenberg bei Kusel

Jugendherberge Burg Lichtenberg bei Kusel

In der Pfalz gab es einst über 500 Burgen, in denen die deutschen Könige und Kaiser residierten. In der größten sind heute nicht nur mehrere Museen, sondern auch die Jugendherberge Burg Lichtenberg in Thallichtenberg untergebracht. Um die Pfalz zu erleben, müssen die Gäste die weitläufige Anlage nicht einmal verlassen. Die Burg Lichtenberg unweit von Kusel beherbergt gleich drei interessante Kultureinrichtungen: das Pfälzer Musikantenland-Museum, die Naturschau und das Urweltmuseum GEOSKOP. In den über 800 Jahre alten Burgmauern ist mit dem Pfälzer Musikantenland-Museum eine Schau eingezogen, die sich den Wandermusikanten widmet. Sie reisten durch die ganze Welt, musizierten und verdienten so Geld für ihre Familien daheim in der Pfalz. In den Räumen der Naturschau steht das Wurzelwerk einer 130 Jahre alten Fichte im Mittelpunkt. Um den Baum herum thematisiert die naturkundliche Ausstellung Wissenswertes aus allen Bereichen der Natur – Riechen, Sehen und Fühlen sind ausdrücklich erwünscht. Sowohl bei der Naturschau als auch beim GEOSKOP handelt es sich um Zweigstellen des Pfalzmuseums für Naturkunde/POLLICHIA-Museum Bad Dürkheim. Im Urweltmuseum GEOSKOP dreht sich alles um Gesteine, Fossilien und mehr aus der Urzeit, als die Pfalz noch am Äquator lag. Dabei ist die Lage des Museums nicht zufällig gewählt: Die Skelette der ältesten Saurier Deutschlands wurden ganz in der Nähe der Burg Lichtenberg gefunden. Alle drei Ausstellungen direkt neben der Jugendherberge auf Burg Lichtenberg sind außer an Heiligabend und Silvester ganzjährig geöffnet und bieten eine Kombikarte sowie preisgünstige Familientickets an.

Wurzelwerk einer 130 Jahre alten Fichte in der NATURSCHAU auf Burg Lichtenberg

Wurzelwerk einer 130 Jahre alten Fichte in der NATURSCHAU auf Burg Lichtenberg

Naturwunder in der Pfalz entdecken – willkommen am Teufelstisch

Eine Reise in die Pfalz ohne den Besuch des Naturparks Pfälzerwald ist nichts Ganzes und nichts Halbes. Vor allem den Teufelstisch von Hinterweidenthal müssen Sie gesehen haben. Mehr als 20 solcher pilzförmigen Buntsandsteinfelsen gibt es in der Pfalz; der große Teufelstisch überragt die anderen mit seinen 14 Metern jedoch um ein Vielfaches.

Berühmtes Naturdenkmal 'Teufelstisch' nah der Felsenland-Jugendherberg Dahn

Berühmtes Naturdenkmal ‚Teufelstisch‘ nah der Felsenland-Jugendherberg Dahn

Eine 20-minütige Wanderung führt vom Parkplatz über einen kleinen, kostenfreien Erlebnispark mit Riesenrutsche, Labyrinth, Seilbahn und Glockenturm hinauf zu dem beeindruckenden Naturdenkmal. Mehr als Dreiviertel des Naturparks Pfälzerwald macht die größte zusammenhängende Waldfläche Deutschlands aus. Um diese zu erkunden, starten Sie am besten in der Felsenland-Jugendherberge in Dahn mitten im Schutzgebiet. Von dort beträgt die Fahrtzeit mit dem Auto zum Teufelstisch nur zehn Minuten. Oder Sie gehen auf eine entspannte Wanderung und erreichen das Naturwunder in zwei bis zweieinhalb Stunden. Auf dem Weg kommen Sie an einer beeindruckenden Anzahl von Steinmännchen, der Felsformation Mooskopf und zwei Rittersteinen vorbei – schöne Ausblicke inklusive. Auch im nördlichen Pfälzerwald finden Sie mit der Naturpark-Jugendherberge in Hochspeyer einen idealen Ausgangspunkt für spannende Ausflüge in die Natur. Das Besondere: Direkt an der Jugendherberge liegt der Mountainbikepark Pfälzerwald, der mit einem Streckennetz von 900 Kilometern unterschiedlich lange und schwere Touren für alle Altersklassen bietet. Ob auf eigene Faust mit der Familie oder mit einem ortskundigen Guide – die Pfalz mit dem Bike zu entdecken ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen Spaß und Genuss!

Naturpark-Jugendherberge Hochspeyer im Naturpark Pfälzerwald

Naturpark-Jugendherberge Hochspeyer im Naturpark Pfälzerwald

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