Vom 19.10.-21.10.2011 war ich (73) mit meinem Enkel Emilio ( in der Jugenherberge Bacharach in der Burg Stahleck. Um es gleich vorweg zu sagen: Alle Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Zuvor waren wir schon zwei Tage in der Jugendherberge Loreley in St. Goar. Auch dort hat es uns sehr gut gefallen. Wir sind dann mit dem Schiff von St. Goar nach Bacharach gefahren. Lara (11) und ihre Mutter, die wir in der Loreley-Jugendherberge kennengelernt hatten, hatten sich uns angeschlossen. Es war ein sonniger Herbsttag. Als das Schiff sich Bacharach näherte, fiel uns sofort die über dem Städtchen thronende Burg Stahleck ins Auge. Wie kommen wir da hoch? Natürlich laufen wir. Über steile Treppen und schmale Wege war das schon ein rechtes Abenteuer, besonders weil wir ja unsere Trolleys ziehen mussten. Oben angekommen wurden wir mit dem gigantischen Blick ins Rheintal und dem außerordentlich freundlichen Empfang belohnt. Kaffee und Kuchen auf der Burgterrasse schmeckten nach der Anstrreungung besonders gut. Überhaupt das Essen, einfach ausgezeichnet. Obwohl es nur so von Kindern wuselte im Speisezahl,lief alles sehr unaufgeregt ab. Keine Schimpfereien, kein Geschreie von Lehrern oder Mitarbeitern. Das Buffet war liebevoll zussammengestellt. Es fehlte an nichts. War einmal eine Platte mit Butter oder Aufschnitt leer, wurde schnell nachgeliefert. Dabei hatte man den Eindruck, dass die Mitarbeiter Freude an ihrer Arbeit hatten.
Unser Zimmer klein aber fein. Dennoch zog es uns nach dem Abendessen wieder in den Speiseraum, um dort zu spielen. Schnell waren Hacer, Minou und Anabella (alle 11) aus Hamm um uns herum, um mit uns Uno zu spielen. Dabei ging es hoch her. Auch die vielen anderen Kinder aus Hamm alle sehr lebhaft, aber sehr nett. Am Abreisetag waren alle wie wir traurig, dass die schöne Zeit auf Burg Stahleck vorüber war.
Gerne kommen wir einmal wieder. Ich hoffe, dass noch viele Kinder das tolle Ambiente dieser Jugendherberge genießen können.
Dr. Hans-Walter Schiwara (73) und Enkel Emilio (   |